Freischaffende Künstlerin
Claudia Wastl
Geboren und wohnhaft in Bayern
Kreativität begleitet mich seit frühester Kindheit. Bereits im Alter von fünf Jahren entdeckte ich meine Leidenschaft für das Gestalten, zunächst durch Handarbeiten und meine erste Singer-Nähmaschine. Schon damals entwickelte sich der Wunsch, mit den eigenen Händen Dinge zu erschaffen, die Ausdruckskraft besitzen und Bedeutung tragen.
In meiner Jugend fand ich in der Arbeit mit Ton ein besonders ausdrucksstarkes Medium. Die unmittelbare Verbindung von Material, Form und Gefühl sowie die natürliche Ästhetik des Tons üben bis heute eine große Faszination auf mich aus.
1996 kam ich mit der Aquarellmalerei in Berührung, ein Wendepunkt, der meine künstlerische Richtung neu definierte. Ich eignete mir über die Jahre vielfältige Techniken an, besuchte zahlreiche Kurse und vertiefte meine Arbeit später auch im Bereich abstrakte Acrylmalerei und Buchkunst.
Besonders prägend waren für mich die Kurse bei Irene Rung, Kunst- und Kreativitätstherapeutin sowie Meisterschülerin von Prof. Markus Lüpertz.
Seit 2012 nehme ich regelmäßig an ihren Seminaren teil. Sie haben meine Sicht auf die freie, experimentelle Malerei und den künstlerischen Ausdruck nachhaltig geprägt.
Heute liegt mein Schwerpunkt auf Junk Journals, Mixed Media Art, Buchkunst und Upcycling. In meinen Arbeiten verbinde ich Papier, Farbe, Struktur, Naturmaterialien, Fundstücke und digitale Elemente zu individuellen Kunstwerken. Besonders in Junk Journals und Mixed Media-Büchern finde ich den Raum, verschiedene Ausdrucksformen miteinander zu verknüpfen, intuitiv, experimentell, verrückt und andersARTIG.
2022 gründete ich meinen YouTube-Kanal euphemiasART, auf dem ich kreative Prozesse, Tutorials und selbst designte digitale Papiere teile. Hier verbinde ich meine gestalterische Arbeit mit der Freude am Austausch und der Vermittlung.
Ein besonderes Projekt ist ARTcycling – Ästhetik des Mülls, das 2023 entstanden ist. Dabei verwandle ich achtlos weggeworfene Materialien aus der Natur in Kunstwerke.
Das Projekt wurde gefördert von der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm e. V., unterstützt durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raum (ELER).
Meine Inspiration finde ich im Alltag und vor allem in der Natur. Sie liefert mir nicht nur Materialien, sondern auch Formen, Farben und Stimmungen, die oft ganz nebenbei auftauchen, in einem Lichtwechsel, einer Blattstruktur oder einer zufälligen Anordnung.
Themen wie Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und das Sichtbarmachen des Unscheinbaren ziehen sich wie ein roter Faden durch meine Arbeit. Es geht mir darum, aufmerksam hinzusehen und dem Stillen, Fragilen oder Übersehenen Raum zu geben.
Jedes Kunstwerk soll den Blick schärfen, die Sinne ansprechen und die Fantasie anregen, eine Einladung zum Staunen, Entdecken und Innehalten.
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